Beste Beobachtungsorte in Deutschland
Vier Faktoren machen einen guten Spot: offener Nordhorizont, wenig Streulicht, kurze Anfahrt und sichere Anreise auch nachts.
Nord- und Ostseeküste
Die Kombination aus hoher Breite, offenem Wasser im Norden und vielen lichtarmen Abschnitten ist in Deutschland kaum zu schlagen. Bewährte Spots: Sylt, St. Peter-Ording, Hooge, Darß (Weststrand), Rügen (Kap Arkona), Usedom, Fehmarn. Bonus: kein Bergrücken im Weg.
Sternenpark Westhavelland
Brandenburgs offizielles Dark-Sky-Reservat westlich von Berlin. Großes Flachland, sehr dunkle Nächte, gut erreichbar. Bei starken Stürmen einer der besten Plätze in der östlichen Mitte Deutschlands.
Eifel und Hunsrück
Der Nationalpark Eifel und der Sternenpark Hunsrück-Hochwald bieten richtig dunkle Himmel in NRW und Rheinland-Pfalz. Vorteil: kurze Wege aus dem Ruhrgebiet und dem Rhein-Main-Raum.
Harz und Müritz
Der Nationalpark Harz und der Müritz-Nationalpark sind in der mittleren Latitude (~52–53°N) noch in Reichweite, sobald das Aurora-Oval entsprechend weit nach Süden zieht.
Bayerischer Wald und Schwarzwald
Auch in Süddeutschland gibt es dunkle Refugien. Bei den seltenen, sehr starken Stürmen (Kp 8+) lohnen sich Hochlagen mit freier Nordsicht — zum Beispiel im Bayerischen Wald oder im nördlichen Schwarzwald.
Was den Standort kippt
Stadtnähe, Talkessel, Wald direkt im Norden, Wolkenfront aus West, sehr hoher Mond — jeder einzelne Punkt reicht, um einen ansonsten gut prognostizierten Abend platzen zu lassen. Plane mindestens einen Ausweichspot ein.