Was sind Polarlichter?
Polarlichter entstehen, wenn geladene Teilchen in die obere Atmosphäre geleitet werden. Dort regen sie Sauerstoffatome sowie Stickstoffmoleküle und -ionen zum Leuchten an.
Aktuelle Chancen für Ihre Beobachtungsnacht
Prüfen Sie Kp-Index, Bz-Wert, Sonnenwind, Wolken und Aurora-Oval mit klar ausgewiesenen Mess- und Abrufzeiten.
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Messzeit, Abrufzeit und Alter werden getrennt ausgewiesen. Intervalle sind quellenabhängig.
Das Aurora-Oval zeigt die aktuelle Polarlicht-Aktivität. Grün bedeutet schwächer, Gelb/Rot stärker.
Kartenwerte sind unkalibrierte Modellindikatoren. Jetzt zeigt den NOAA-Nowcast; andere Zeiten sind vereinfachte Kp-Szenarien, keine neu berechnete OVATION-Prognose.
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Polarlichter entstehen, wenn geladene Teilchen in die obere Atmosphäre geleitet werden. Dort regen sie Sauerstoffatome sowie Stickstoffmoleküle und -ionen zum Leuchten an.
Der Kp-Index misst die globale geomagnetische Aktivität von 0 bis 9. Mit steigendem Kp kann sich das Oval in geomagnetischen Koordinaten äquatorwärts ausdehnen. Ortsbezogene Werte sind nur grobe Orientierung, keine geografische Sichtgrenze.
Der Bz-Wert beschreibt die Nord-Süd-Komponente des interplanetaren Magnetfeldes (IMF) und wird in Nanotesla (nT) gemessen. Er ist einer der wichtigsten Echtzeit-Indikatoren für Polarlicht-Aktivität.
Ein anhaltend südlicher Bz begünstigt die magnetische Kopplung. Dauer, Sonnenwind, Vorgeschichte und lokale Bedingungen bleiben zusätzlich entscheidend.
Richtwerte:
DSCOVR misst am L1. OVATION schätzt Bedingungen etwa 30–90 Minuten voraus; Kp-Szenarien haben keinen OVATION-Vorlauf.
Der Sonnenwind ist ein kontinuierlicher Strom geladener Teilchen (Plasma), der von der Sonne in alle Richtungen abgestrahlt wird. Er besteht hauptsächlich aus Protonen und Elektronen und bewegt sich mit 300–800 km/s durch das Sonnensystem.
Geschwindigkeit und eingebettetes Magnetfeld wirken zusammen. Schneller Sonnenwind mit anhaltend südlichem Bz kann die Energieübertragung verstärken; Dauer und Vorgeschichte bleiben relevant.
Quellen erhöhter Aktivität:
Die besten Chancen bestehen bei dunklem, klarem Himmel – idealerweise zwischen September und März. Polarlichter treten häufig zwischen 22 und 2 Uhr auf. Neumond-Nächte sind besonders günstig. Schauen Sie nach Norden, möglichst weit weg von Stadtbeleuchtung, und geben Sie Ihren Augen 20 Minuten zur Dunkeladaption.
Grobe Orientierung nach geomagnetischer Breite; geografische Breite und Sichtbarkeit lassen sich daraus nicht direkt ableiten.
| Kp-Index | Geomagnetische Breite (ca.) | Region |
|---|---|---|
| Kp 2-3 | ca. 64°N+ | Nordnorwegen, Island, Nordkanada |
| Kp 4-5 | ca. 58°N+ | Südnorwegen, Schottland, Südkanada |
| Kp 6-7 | ca. 52°N+ | Norddeutschland, Dänemark, Polen |
| Kp 8-9 | ca. 45°N+ | Mitteleuropa, nördliche USA |
Beobachtungsstrategie
Ein hoher Kp-Wert allein reicht nicht. Die besten Chancen entstehen, wenn Aktivität, südlicher Bz, klare Sicht und dunkler Himmel zusammenkommen.
Kp zeigt die globale geomagnetische Lage. Für Deutschland sind meist Kp 6+ interessant, in Nordskandinavien oft schon Kp 2–3.
Ein länger südlicher Bz begünstigt die Kopplung zum Erdmagnetfeld. Dauer, Sonnenwind und Vorgeschichte bestimmen die Wirkung mit.
Wolken, Lichtverschmutzung und Mondlicht können eine echte Aurora unsichtbar machen. Fahren Sie, wenn möglich, an einen Ort mit dunklem Nordhorizont.
Polarlichter kommen oft in Wellen. Planen Sie mindestens 30–60 Minuten ein und beobachten Sie besonders während der lokalen Dunkelheit.
Ja. Bei starker Aktivität sind sie klar sichtbar, bei schwacher eher als heller Schleier.
Kurzfristige Werte sind gut nutzbar, können sich aber durch Sonnenwind und Bz schnell ändern.
Häufige Ursachen sind Wolken, Lichtverschmutzung, ungünstiger Bz oder falsche Blickrichtung/Zeit.
Ja. Nutzen Sie den Zeitraffer-Schalter für die Südhalbkugel, um Aurora Australis zu betrachten.
Die App nutzt NOAA/SWPC für Weltraumwetter, Open-Meteo für Bewölkung und Nominatim für Geocoding.