Methodik

Wie AuroraCast Polarlicht-Chancen einordnet

AuroraCast kombiniert keine geheimen Signale, sondern verknüpft öffentliche Echtzeitdaten zu einer klar lesbaren Lageeinschätzung. Im Kern geht es darum, starke Weltraumwetter-Indikatoren mit lokalen Beobachtungsbedingungen zusammenzubringen.

Wie die Einordnung technisch entsteht

Die Website arbeitet mit einem klaren Ablauf, der direkt aus dem aktuellen Code und den verwendeten Datenquellen abgeleitet ist.

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Rohdaten abrufen

AuroraCast lädt parallel NOAA-Daten für das aktuelle Aurora-Oval, den planetaren Kp-Verlauf sowie Sonnenwindgeschwindigkeit und Bz-Magnetfeld.

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Aurora-Oval normalisieren

Die NOAA-Koordinaten werden für die Kartendarstellung umgerechnet. Dabei werden Längen von 0-359 in das übliche -180-bis-180-Format überführt und Intensitäten skaliert.

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Standortwahrscheinlichkeit schätzen

Für einen gewählten Ort schaut AuroraCast auf nahe Punkte des Aurora-Ovals im Umkreis von grob 500 km und bildet daraus eine prozentuale Chance.

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Lokale Bedingungen einbeziehen

Die rohe Aurora-Chance wird mit aktueller Bewölkung kombiniert. Zusätzlich fließt die Mondhelligkeit in den Aurora-Score ein.

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Interpretation sichtbar machen

Im Interface erscheinen daraus Kp-Einordnung, Bz-Trend, Sonnenwind-Kategorie, sichtbare Aurora und ein zusammengesetzter Score für die Beobachtungsbedingungen.

Was in den Score eingeht

Der Aurora-Score ist bewusst einfach gehalten: Er soll kein wissenschaftliches Ersatzmodell sein, sondern eine schnelle alltagsnahe Lesart liefern.

Gewichtung im Score

Die aktuelle Berechnung gewichtet Kp mit 40%, Bz mit 30%, Bewölkung mit 20% und Mondhelligkeit mit 10%.

  • Kp skaliert von 0 bis 9
  • Bz wird nur in Richtung negativer Werte als günstig bewertet
  • Weniger Wolken steigern den Score
  • Dunklere Nächte verbessern die Sichtbarkeit

Kartenprojektion für den Zeitverlauf

Im Forecast-Slider wird das aktuelle Aurora-Oval vereinfacht weitergerechnet. Pro Kp-Stufe verschiebt sich das Oval um rund 2,7 Grad Richtung Äquator und etwa 15 Grad pro Stunde entlang der Länge.

Fallback bei API-Ausfällen

Falls NOAA kurzfristig nicht erreichbar ist, nutzt AuroraCast lokale Zwischenspeicherung im Browser. Dadurch bleibt die Seite nutzbar, auch wenn einzelne Abrufe ausfallen.

Grenzen der Vorhersage

Polarlichter bleiben ein dynamisches Naturphänomen. Auch eine gute Anzeige im Tool ist keine Garantie für eine sichtbare Aurora vor Ort.

Schnelle Bz-Wechsel

Der Bz-Wert kann sich innerhalb kurzer Zeit drehen. Genau deshalb sind Echtzeitdaten wichtig, aber auch genau deshalb sind Vorhersagen nie statisch.

Lokale Realität am Standort

Lichtverschmutzung, tiefer Horizont, Wolkenlücken und Blickrichtung beeinflussen die Wahrnehmung stärker als eine einzige Kennzahl.

Oeffentliche Daten, keine Geheimformel

AuroraCast interpretiert frei verfügbare Quellen. Die Stärke des Tools liegt in der Kombination und Aufbereitung, nicht in proprietären Messdaten.